Rezepte und Tipps für die perfekte Blechpizza – Schritt für Schritt zum knusprigen Teig

Die Blechpizza hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr als Alternative zur klassischen runden Pizza etabliert. Sie überzeugt durch ihren krossen, dicken Teigboden, die große Portion sowie die einfache Zubereitung in einem herkömmlichen Haushaltsofen. Besonders für Familien oder größere Gruppen ist sie eine willkommene Alternative, da sie mehrere hungrige Gäste mit nur einem Backgang versorgen kann. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Zubereitung, die Zutaten, die Techniken sowie Tipps und Tricks, um die perfekte Blechpizza zu backen. Die Informationen basieren auf ausgewählten Rezepten und Empfehlungen aus renommierten Quellen.

Was ist eine Blechpizza?

Eine Blechpizza, auch bekannt als Pizza in teglia, ist eine Art Pizza, die auf einem Backblech zubereitet wird. Im Gegensatz zu der klassischen runden Pizza, die oft mit einem hohen Rand versehen ist, hat die Blechpizza eine flache, rechteckige Form und einen dickeren, krosseren Teigboden. Diese Pizza ist besonders in Italien verbreitet, wo sie als Pizza alla romana oder Pizza al taglio angeboten wird.

Die Besonderheit der Blechpizza liegt in der Kombination aus einem hohen Wasseranteil im Teig (bis zu 90 %) und einer langen Gärzeit, die den Teig luftig und leicht macht. Die Gärzeit beträgt in vielen Rezepten mindestens 24 bis 72 Stunden. Dieser Prozess ermöglicht es dem Teig, sich optimal zu entwickeln und eine hervorragende Konsistenz zu erreichen.

Grundrezept für den Pizzateig

Ein grundlegender Pizzateig für die Blechpizza besteht aus einfachen Zutaten, die sich mit etwas Geduld und der richtigen Technik zu einem leckeren Ergebnis vermengen. Im Folgenden wird ein allgemeines Grundrezept vorgestellt, das aus mehreren Quellen abgeleitet wurde.

Zutaten

Für einen Pizzateig, der auf ein 30 x 40 cm großes Backblech passt, benötigen Sie:

  • 340 g Mehl Typ 00 mit mindestens 12 % Eiweiß
  • 3 g frische Hefe
  • 10 g feines Meersalz
  • 10 ml Olivenöl
  • 240 ml kaltes Leitungswasser

Bei der Auswahl des Mehltyps ist es wichtig, ein Mehl mit hohem Proteingehalt zu verwenden, da es dem Teig Struktur und Elastizität verleiht. Typ-00-Mehl ist besonders geeignet, da es fein gemahlen ist und sich gut für Hefeteige eignet.

Zubereitung des Teigs

  1. Vorbereitung des Hefewassers: Gießen Sie das kalte Wasser in eine Schüssel und geben Sie die Hefe hinzu. Mit den Händen oder einem Rührgerät auflösen.

  2. Mehl und Salz hinzufügen: Mischen Sie die Hälfte des Mehls mit dem Hefewasser, bis ein homogenes Teigmasse entsteht. Fügen Sie das Meersalz hinzu und kneten Sie alles gut durch.

  3. Weitere Mehlportion hinzufügen: Fügen Sie die restliche Mehlportion hinzu und kneten Sie den Teig weiter, bis er glatt und elastisch ist. Dieser Prozess kann mit der Hand oder mit einem Küchenmixer erfolgen.

  4. Ruhen lassen: Decken Sie die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort ruhen. In den meisten Rezepten beträgt die Gärzeit etwa 45 Minuten bis zu 72 Stunden, je nachdem, ob der Teig im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur ruht.

  5. Nacheinander kneten: Vor der Verwendung des Teigs kneten Sie ihn erneut kräftig durch, um überschüssige Gase zu entweichen und den Teig zu aktivieren.

Tipp: Kühlschrank-Gare

Einige Rezepte empfehlen, den Teig im Kühlschrank zu gären. Dies hat den Vorteil, dass der Gärprozess langsam verläuft und der Teig intensivere Aromen entfaltet. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Teig bereits vorbereitet werden kann, beispielsweise am Vortag, und so für das Abendessen bereit ist.

Die Backform – ein entscheidender Faktor

Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Zubereitung der Blechpizza ist die richtige Backform. In den Quellen wird mehrfach erwähnt, dass eine Form aus Blech ideal ist. Blechformen leiten die Hitze gleichmäßig weiter und sorgen so für einen knusprigen Boden. Sie sind zudem unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen und lassen sich gut reinigen.

Alternativ können auch Backpapiere oder Backfette verwendet werden, um den Teig nicht an der Form festzusetzen. Es ist wichtig, die Form vor der Verwendung mit Olivenöl zu bestreichen, damit der Teig gut haftet.

Zubereitung der Blechpizza

Nachdem der Teig fertig ist, kann die eigentliche Zubereitung der Blechpizza beginnen. Die Schritte sind wie folgt:

  1. Backofen vorheizen: Der Backofen sollte auf 220 °C (Umluft: 200 °C) vorgeheizt werden. Einige Rezepte empfehlen, das Backblech bereits im Ofen zu erhitzen, um einen besonders krossen Boden zu erzielen.

  2. Teig auf dem Blech verteilen: Der Teig wird auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in zwei Portionen geteilt und dünn in die Größe des Backblechs ausgerollt. Alternativ kann der Teig auch von Hand in Form gezogen werden.

  3. Belag auftragen: Auf den Teig wird eine Tomatensauce verteilt, gefolgt von den gewünschten Belägen. Beläge können individuell nach Wunsch gewählt werden – von Schinken und Salami bis hin zu frischem Rucola oder Mais.

  4. Backen: Die Pizzen werden im vorgeheizten Ofen für etwa 30 Minuten gebacken. Bei Umluft kann die Backzeit etwas kürzer ausfallen. Wichtig ist es, die Pizza zu beobachten, damit sie nicht anbrennt.

Tipps und Tricks für die perfekte Blechpizza

Um die perfekte Blechpizza zu backen, gibt es einige Tipps und Tricks, die aus den Rezepten abgeleitet wurden:

  • Hochwertige Zutaten verwenden: Achten Sie darauf, hochwertiges Mehl, frische Hefe und gute Olivenöl zu verwenden. Dies hat einen direkten Einfluss auf den Geschmack und die Konsistenz der Pizza.

  • Langsame Gärung: Die Gärung des Teigs ist entscheidend für das Endresultat. Eine langsame Gärung im Kühlschrank sorgt für eine luftige Struktur und intensive Aromen.

  • Richtiges Backblech verwenden: Ein Blech aus Metall ist ideal, da es die Hitze gleichmäßig weiterleitet und so für einen knusprigen Boden sorgt.

  • Beläge individuell anpassen: Die Blechpizza eignet sich hervorragend für kreative Beläge. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und probieren Sie neue Kombinationen aus.

  • Pizzateig vorbereiten: Der Pizzateig kann bereits morgens vorbereitet werden. Dies spart Zeit und Stress am Abend.

Rezept für eine klassische Blechpizza

Im Folgenden finden Sie ein vollständiges Rezept für eine klassische Blechpizza, basierend auf den in den Quellen beschriebenen Rezepten.

Zutaten

Für den Teig: - 500 g Mehl (Typ 00 mit mindestens 12 % Eiweiß) - 2,5 g frische Hefe - 400 g Eiswasser - 15 g Salz - 15 g Olivenöl

Für den Belag: - 200 g Tomatensauce - 100 g Mozzarella - 50 g Schinken - 30 g Oliven - 20 g Rucola - Salz, Pfeffer, Oregano nach Geschmack

Zubereitung

  1. Teig zubereiten: In eine Schüssel 500 g Mehl geben. Die frische Hefe zerbröseln und hinzufügen. Mit dem Wasser beginnen zu vermengen und den Teig nach und nach mit dem Rührgerät oder von Hand kneten. Salz und Olivenöl hinzufügen und alles gut durchkneten. Der Teig sollte elastisch und glatt sein.

  2. Teig ruhen lassen: Decken Sie die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort ruhen. Bei Zimmertemperatur beträgt die Gärzeit etwa 45 Minuten, im Kühlschrank kann der Teig bis zu 72 Stunden ruhen.

  3. Teig formen: Vor der Verwendung kneten Sie den Teig erneut kräftig durch. Teilen Sie ihn in zwei Portionen und rollen Sie sie dünn in die Größe des Backblechs aus.

  4. Belag auftragen: Die Tomatensauce auf dem Teig verteilen und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Den Mozzarella, Schinken, Oliven und Rucola darauf verteilen.

  5. Backen: Den Backofen auf 220 °C (Umluft: 200 °C) vorheizen. Die Pizzen im Ofen für etwa 30 Minuten backen. Achten Sie darauf, dass die Pizza nicht anbrennt.

  6. Servieren: Die Blechpizza aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Sie kann warm oder kalt serviert werden. Tipp: Der Mozzarella wird nach dem Backen auf die Pizza gelegt, um nicht zu sehr zusammenzulassen.

Nährwertanalyse

Pro Portion (ca. 600 g) enthält die Blechpizza etwa folgende Nährwerte:

Nährstoff Menge
Kalorien 729 kcal
Eiweiß 17 g
Fett 32 g
Kohlenhydrate 95 g

Diese Werte können je nach Belag und verwendeten Zutaten variieren. Wer eine leichtere Variante möchte, kann beispielsweise auf Käse verzichten oder fettarme Alternativen verwenden.

Spezielle Mehlsorten für die Blechpizza

In einigen Rezepten wird ein spezielles Mehl namens Aria von Caputo empfohlen. Dieses Mehl ist darauf abgestimmt, Teige mit sehr hohem Wasseranteil (bis zu 90 %) herzustellen und eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Blechpizzen. Es vereint die Eigenschaften von römischer und neapolitanischer Pizzakultur und wurde von einem Weltmeister-Pizzabäcker mitentwickelt.

Vorteile von Aria Mehl:

  • Perfekt für Teige mit hoher Hydration
  • Kombiniert die Traditionen von Römischem und Neapolitanischem Pizzastil
  • Lässt sich gut verarbeiten, auch bei hoher Wasserzugabe

Fazit: Schlussfolgerung

Die Blechpizza ist eine willkommene Alternative zur klassischen runden Pizza und eignet sich hervorragend für Familien oder größere Gruppen. Sie überzeugt durch ihren krossen, dicken Teigboden und die einfache Zubereitung in einem herkömmlichen Haushaltsofen. Mit den richtigen Zutaten, einer langen Gärzeit und einer passenden Backform kann man zu Hause eine leckere und knusprige Blechpizza backen.

Die Gärzeit des Teigs ist entscheidend für das Endresultat und sollte nicht unterschätzt werden. Ein Mehl mit hohem Proteingehalt, wie Typ 00, ist ideal, da es dem Teig Struktur und Elastizität verleiht. Zudem ist es wichtig, eine gute Backform zu verwenden, die die Hitze gleichmäßig weiterleitet und so für einen knusprigen Boden sorgt.

Mit etwas Geduld und der richtigen Technik kann man die perfekte Blechpizza zubereiten, die sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt. Egal ob als Hauptspeise oder als Snack – die Blechpizza ist eine willkommene Alternative, die man nicht nur in Italien genießen kann.

Quellen

  1. Einfachbacken - Pizza vom Blech
  2. Waldis Pizza - Blechpizza Rezept
  3. Waldis Pizza - Aria Blechpizza Rezept
  4. Salamico - Grundrezept Blechpizza
  5. Splendido - Pizza vom Blech
  6. Lecker - Pizzateig-Rezept

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