Löwenzahnhonig ist ein köstliches und nahrhaftes Produkt aus der Natur, das sich ideal als natürliche Süße in der Küche eignet. Im Unterschied zu Bienenhonig enthält Löwenzahnhonig keine tierischen Bestandteile und ist somit vegan. Seine Konsistenz und sein Geschmack entsprechen dem Bienenhonig, weshalb er oft als Ersatz genutzt wird. In den folgenden Abschnitten werden Rezepte, Zubereitungsweisen und Verwendungsmöglichkeiten dieses regionalen Leckerbissens beschrieben.
Rezept für Löwenzahnhonig
Löwenzahnhonig wird aus frischen Löwenzahnblüten hergestellt, die möglichst in voller Blüte und an sauberen, nicht verkehrsbelasteten Stellen gesammelt werden sollten. Die Zubereitung ist einfach und erfordert nur einige Grundzutaten und Geduld. Im Folgenden sind zwei Rezeptvarianten detailliert beschrieben, basierend auf verschiedenen Quellen.
Rezeptvariante 1: Grundrezept mit Zitrone
Zutaten: - 200 g Löwenzahnblüten (ohne Kelche) - 800 ml Wasser - 1 Zitrone (Abrieb und Saft) - 700 g Zucker
Zubereitung: 1. Die Blütenblätter von den Kelchen trennen, entweder abzupfen oder mit einer Schere abschneiden. 2. Die Blüten in das Wasser geben, Zitronenabrieb zufügen und die Zutaten etwa 10 Minuten aufkochen. 3. Das Gemisch einige Stunden, besser über Nacht, ziehen lassen. 4. Die Mischung durch ein Sieb abgießen. Es bleiben etwa 650 ml Sud übrig. 5. Zitronensaft und Zucker zufügen und den Sirup unter Rühren einkochen. Der Sirup schäumt während des Eindickens. 6. Der Honig ist fertig, wenn es nicht mehr oder nur noch wenig schäumt. Das Einkochen hat etwa 50 Minuten gedauert. 7. Den Löwenzahnhonig in saubere Gläser abfüllen und möglichst luftdicht verschließen.
Rezeptvariante 2: Mit Zitronenscheiben
Zutaten: - 1 l Wasser - 400 Löwenzahnblüten - 1 Zitrone, in Scheiben (Bio) - 1 kg Zucker
Zubereitung: 1. Die frisch gepflückten Löwenzahnblüten mit einem Liter kaltem Wasser in einen großen Topf geben. 2. Die entkernten Zitronenscheiben dazu geben. 3. Alles aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. 4. Anschließend 24 Stunden mit Deckel ruhen lassen. 5. Die Masse durch ein Leintuch oder Abseihtuch abseihen und ausdrücken. Den Saft in einem großen Topf auffangen. 6. Den Löwenzahnsud mit dem Zucker verrühren. Ganz kurz aufkochen lassen, dann mit offenem Deckel 2–3 Stunden simmern lassen. Dabei hin und wieder umrühren und ab 2 Stunden Kochzeit ab und zu eine Gelierprobe machen. 7. Sobald der erkaltete Löwenzahnhonig wie Bienenhonig Fäden zieht, ist er fertig. 8. Noch heiß in kleine, mit kochendem Wasser ausgewaschene, Schraubgläser füllen und diese fest verschließen.
Zubereitungstipps
Die Zubereitung von Löwenzahnhonig erfordert einige Vorbereitung und Achtung bei der Auswahl der Blüten. Im Folgenden werden einige wichtige Tipps zusammengefasst:
Sammlung der Blüten
- Zeitpunkt: Die Blüten sollten spätestens morgens bis nachmittags an einem sonnigen Tag gepflückt werden, da sie sich abends schließen.
- Ort: Sammle die Blüten an Orten mit wenig oder keinem Verkehr, um Schadstoffe zu vermeiden.
- Blüten: Nimm junge, saftige Blüten, da diese am aromatischsten sind.
- Pflanzenschutz: Vermeide das Sammeln an Stellen, an denen Pestizide oder Herbizide eingesetzt wurden.
Vorbereitung
- Nicht waschen: Die Blüten sollten nicht gewaschen werden, da man so wertvolle Pollen entfernt. Sollten kleine Tierchen in der Masse sein, werden diese später beim Abseihen entfernt.
- Sterilisierung: Vor dem Abfüllen des Honigs sollten die Gläser sterilisiert werden. Dies kann durch Auswaschen mit kochendem Wasser erfolgen.
Kochen und Einkochen
- Ziehen lassen: Nach dem Aufkochen sollte das Gemisch einige Stunden bis über Nacht ziehen lassen, damit sich die Aromen entfalten können.
- Eindicken: Der Sirup wird durch Einkochen bis er die Konsistenz von Honig erreicht. Dies ist erkennbar an der Fadenbildung, wenn etwas vom Sirup auf einen Teller tropft und die Fäden zwischen zwei Fingern gezogen werden können.
Verwendungsmöglichkeiten
Löwenzahnhonig ist vielseitig einsetzbar und kann in vielen Gerichten und Getränken verwendet werden. Im Folgenden sind einige Beispiele für die Verwendung aufgeführt:
In der Küche
- Aufstrich: Der Honig eignet sich hervorragend als Aufstrich auf Brot, Brötchen oder Kuchen.
- In Saucen: Er kann in Saucen wie Honig-Senf-Sauce oder Honig-Limetten-Sauce verwendet werden.
- In Salatdressings: Der Honig verleiht Salatdressings eine süße Note und sorgt für eine harmonische Balance.
- Beim Backen: Er kann 1:1 als Ersatz für Bienenhonig in Backrezepten genutzt werden.
In Getränken
- In Tees: Der Honig kann in verschiedene Tees hinzugefügt werden, um sie zu süßen und eine aromatische Note hinzuzufügen.
- In Limonaden und Cocktails: Er eignet sich gut als Süße in Limonaden und Cocktails und verleiht diesen eine natürliche Süße.
Vorteile und Wirkung
Löwenzahnhonig hat nicht nur einen köstlichen Geschmack, sondern auch einige gesundheitliche Vorteile. Im Folgenden sind einige der möglichen Wirkungen beschrieben:
- Vegan: Im Unterschied zu Bienenhonig enthält Löwenzahnhonig keine tierischen Bestandteile und ist somit vegan.
- Natürliche Süße: Er kann als natürliche Süße in der Küche genutzt werden und ist eine Alternative zu Zucker oder anderen Süßstoffen.
- Aromatische Note: Der Honig hat eine aromatische Note und eignet sich somit ideal in Getränken und Gerichten.
- Erkältungsvorbeugung: Angeblich sollen Löwenzahnblütenextrakte Erkältungen vorbeugen. Dieser Effekt ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.
Kauf und Anbau
Falls man nicht selbst den Löwenzahnhonig herstellen möchte, kann man ihn auch fertig gekauft erhalten. Einige Firmen bieten veganen Löwenzahnhonig in Bio-Qualität an. Diese Produkte sind beispielsweise bei Vantastic Foods oder Amazon erhältlich.
Fazit
Löwenzahnhonig ist ein köstliches und nahrhaftes Produkt aus der Natur, das sich ideal als natürliche Süße in der Küche eignet. Die Zubereitung ist einfach und erfordert nur einige Grundzutaten und Geduld. Der Honig kann in vielen Gerichten und Getränken verwendet werden und hat nicht nur einen köstlichen Geschmack, sondern auch einige gesundheitliche Vorteile. Somit ist er eine wunderbare Alternative zu Bienenhonig und eine willkommene Ergänzung in der veganen Küche.