Ausstechplätzchen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Weihnachtsbäckerei und gelten als Klassiker im Backbereich. Sie vereinen nicht nur eine leckere Grundstruktur, sondern auch die Möglichkeit zur kreativen Verzierung. In den folgenden Abschnitten wird ein klassisches Rezept für den Plätzchenteig beschrieben, diverse Variationen vorgestellt und einige Tipps zur Verzierung gegeben, die sich sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Hobbybäcker eignen.
Klassischer Plätzchenteig
Ein guter Plätzchenteig bildet die Grundlage für gelungene Ausstechplätzchen. In den Quellen werden mehrere Rezepturen beschrieben, die sich in den Mengen und Zutaten unterscheiden. Ein grundlegendes Rezept wird in Quelle 1 beschrieben:
Zutaten
- 250 g Mehl
- 1 Msp. Backpulver
- 60 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Pck. Vanillezucker
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei (Größe M)
Zubereitung
- Mischen: Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Vanillezucker in einer Schüssel vermischen.
- Butter und Ei hinzufügen: Die kalte Butter in Würfel schneiden und das Ei dazugeben. Alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
- Kühlung: Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
- Ausrollen: Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 2–3 mm Dicke ausrollen.
- Ausstechen: Mit Förmchen die gewünschten Plätzchen ausstechen.
- Backen: Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C / Umluft: 175 °C) ca. 8–10 Minuten backen.
- Auskühlen: Die Plätzchen nach dem Backen abkühlen lassen und nach Wunsch verzieren.
Nährwerte (pro Stück)
- 53 kcal
- 1 g Eiweiß
- 3 g Fett
- 6 g Kohlenhydrate
Dieses Rezept ist einfach und schnell umzusetzen. Der Teig lässt sich gut ausrollen und ist elastisch genug, um nicht zu brechen. Ein Tipp aus Quelle 1 lautet, den Teig nach dem Auskühlen nochmals kurz zusammenzukneten, um die Plätzchen erneut auszustechen.
Varianten und Anpassungen
Je nach Vorliebe und Verwendungszweck können Ausstechplätzchen unterschiedlich hergestellt werden. Quelle 4 nennt mehrere Möglichkeiten, den Teig zu variieren:
Fruchtige Variante
- Orangen- oder Zitronenschale und entsprechender Saft können dem Teig zugefügt werden, um ihm eine fruchtige Note zu verleihen.
Weihnachtliche Variante
- Lebkuchengewürz oder Zimt können den Teig weihnachtlicher gestalten.
Schokovariante
- Ein Teil des Mehls kann durch Kakao ersetzt werden, um Schokoplätzchen herzustellen.
Zuckeranpassung
- Die Menge an Puderzucker kann im Bereich von 50–100 g variiert werden, um die Süße anzupassen.
Fettalternative
- Butter kann durch Margarine ersetzt werden, wodurch der Teig weicher wird. Puderzucker kann durch normalen Zucker ersetzt werden, wodurch der Teig gröber wird.
Ei-Alternative
- Statt nur dem Eigelb kann ein ganzes Ei verwendet werden. Der Teig wird dann elastischer und weniger mürbe.
Stärke-Alternative
- Stärke kann durch Mehl ersetzt werden. Der Teig wird dadurch gröber.
Quelle 3 beschreibt ebenfalls einige Rezeptanpassungen, unter anderem mit Bio-Weizenmehl Typ 550, Bio-Rohrohrzucker und Meersalz. Die Mengen und Zutaten variieren leicht, aber der Grundgedanke bleibt der gleiche: einen gut verarbeitbaren, mürben Teig herzustellen.
Lagerung und Haltbarkeit
Nach dem Backen können die Plätzchen luftdicht verpackt mehrere Wochen gelagert werden. Quelle 4 empfiehlt, sie in dicht schließenden Plastikdosen aufzubewahren, beispielsweise Emsa Frischhaltedosen. Für das Verschenken eignen sich klare Zellophantütchen, die die Plätzchen vor Luftfeuchtigkeit schützen. Bei Plätzchen mit Royal Icing oder anderen feinen Dekorationen ist eine sorgfältige Lagerung besonders wichtig, um die Verzierung nicht zu beschädigen.
Der rohe Teig kann auch eingefroren werden, was besonders praktisch ist, wenn nicht alles auf einmal verarbeitet werden kann. In Quelle 3 wird erwähnt, dass der Teig auch in der Studentenbude gelagert wurde, was auf die Langlebigkeit des Teigs hindeutet.
Verzierungstipps
Die Verzierung der Plätzchen ist eine kreative Möglichkeit, die Backaktion abzurunden und die Plätzchen optisch attraktiv zu gestalten. In den Quellen werden mehrere Techniken und Materialien beschrieben:
Einfache Verzierung
Eigelb: Ein Eigelb kann mit Wasser oder Sahne vermischt und auf die ungebackenen Plätzchen aufpinseln werden. Dies gibt den Plätzchen eine goldene Farbe und ein glänzendes Finish.
Puderzuckerguss: Puderzucker kann mit Wasser oder Zitronensaft zu einem dicken Guss angerührt werden. Dieser kann auf die gebackenen Plätzchen aufpinseln werden. Wer möchte, kann den Guss mit Lebensmittelfarbe einfärben und dann dekorativ gestalten.
Schokostreusel / Schokoraspeln: Auf den noch feuchten Guss können Schokostreusel oder Schokoraspeln gestreut werden, um eine leckere und optisch ansprechende Dekoration zu erzeugen.
Kokosraspeln / Nüsse: Diese können direkt auf den Guss gegeben werden, um eine nussige oder exotische Note zu verleihen.
Kreative Verzierung
Doppeldecker / Hilda- oder Linzerplätzchen: In Quelle 3 wird beschrieben, wie man zwei Plätzchen mit Gelee oder Puderzucker als Füllung kombiniert. Dazu wird das Gelee mit zwei Teelöffeln auf das eine Plätzchen gegeben, der Deckel aufgesetzt und leicht andrücken. Danach wird mit Puderzucker bestäubt.
Guss mit Lebensmittelfarbe: Wer möchte, kann den Guss mit Lebensmittelfarbe einfärben, um bunte Effekte zu erzeugen. Dies eignet sich besonders gut für Kindergeburtstage oder andere kreative Anlässe.
Guss mit Rum: Ein weiterer Tipp ist, Puderzucker mit Rum zu vermengen, um einen feinen, süßlichen Guss zu erzeugen. Dieser kann dann auf die gebackenen Plätzchen aufpinseln werden.
Dekoration mit Streudekor: In Quelle 3 wird beschrieben, wie man den Guss auf die Plätzchen aufpinselt und direkt darauf dekoriert. Dazu eignen sich Perlchen, Glitter, Schneeflocken oder andere Streudekorationsmaterialien. Diese Plätzchen eignen sich besonders gut als Dekoration für Kindergeburtstage oder für kreative Backaktionen.
Tipp für Kinder
Kinderfreundliche Plätzchen können mit viel Dekoration versehen werden. In Quelle 3 wird beschrieben, wie man mit Perlchen, Streuseln und anderen Deko-Elementen die Plätzchen zu kleinen Kunstwerken macht. Besonders bei Kindergeburtstagen oder Ostern ist diese Variante sehr beliebt.
Rezept für Mürbeteig (Quelle 5)
Ein weiteres Rezept für Mürbeteig wird in Quelle 5 beschrieben. Der Teig kommt ohne Ei aus und ist dadurch besonders fein und mürbe.
Zutaten
- Mehl
- Backin
- Weitere Zutaten (konkrete Mengen nicht angegeben)
Zubereitung
- Mehl mit Backin in einer Rührschüssel vermischen.
- Die übrigen Zutaten hinzufügen und mit einem Mixer (Knethaken) zu einem Teig verarbeiten.
- Den Teig zu einer Kugel formen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf ca. ½ cm Dicke ausrollen.
- Beliebige Motive ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze: ca. 180 °C / Heißluft: ca. 160 °C) ca. 12 Minuten backen.
- Die Plätzchen mit dem Backpapier vom Backblech ziehen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.
Verzierung
Ein Guss aus Puderzucker und Wasser kann angerührt werden. Ein Teil des Gusses kann mit Speisefarbe eingefärbt werden. Die Plätzchen werden dann mit dem Guss bestreichen und mit Streudekor und Zuckerperlen verzieren.
Schlussfolgerung
Ausstechplätzchen sind eine beliebte Backaktion, die sowohl für Familien als auch für festliche Anlässe geeignet ist. Mit einem einfachen Rezept für den Mürbeteig und diversen Verzierungsmöglichkeiten können individuelle und kreative Plätzchen hergestellt werden. Die Grundrezepte sind vielseitig anpassbar und eignen sich auch für Kinder, die sich gerne kreativ betätigen. Ob mit Eigelb, Zuckerguss, Schokostreuseln oder anderen Dekorationen – die Möglichkeiten sind zahlreich und lassen Raum für kreative Backideen.