Selbergemachte Remoulade: Das perfekte Rezept für Fischgerichte

Selbstgemachte Remoulade ist nicht nur eine köstliche Ergänzung zu Fisch, sondern auch eine vielseitige Sauce, die sich als Dip, Dressing oder Brotaufstrich eignet. Im Unterschied zu Fertigprodukten aus dem Supermarkt kann man mit frischen Zutaten und individuellen Geschmacksrichtungen eine cremige, aromatische Sauce kreieren, die perfekt zu gebratenem Fisch, Backfisch oder anderen Gerichten passt. In diesem Artikel werden Rezeptvarianten, Zubereitungsschritte, Verwendungsmöglichkeiten und Tipps zur Anpassung der Sauce an individuelle Vorlieben beschrieben. Alle Informationen basieren auf den von uns ausgewerteten Quellen, die eine umfassende Anleitung und Rezeptvorschläge bieten.

Grundrezept für Remoulade

Die Remoulade hat ihren Ursprung in der französischen Küche und ist eine Mayonnaise-Sauce, angereichert mit Kräutern, Gewürzen und anderen Aromen. Die klassische Remoulade besteht aus Mayonnaise, Crème fraîche oder griechischem Joghurt, dazu kommen fein gehackte Gürkchen, Kapern, Petersilie, Schnittlauch und weiteren Zutaten. Je nach Region und Geschmackssinn kann die Remoulade unterschiedlich zusammengestellt werden, wodurch sie sehr flexibel und anpassbar ist.

Ein grundlegendes Rezept für eine cremige Remoulade enthält die folgenden Zutaten:

  • 200 g Mayonnaise (nicht Salat- oder Light-Mayonnaise)
  • 50 g Crème fraîche oder griechischer Joghurt (10 % Fett)
  • ¼ Bund Petersilie
  • ¼ Bund Schnittlauch
  • 10 g Kapern
  • 2–4 Cornichons (kleine, saure Gewürzgurken)
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, Cayennepfeffer und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Die Zubereitung ist relativ einfach: Zunächst werden Mayonnaise und Crème fraîche miteinander verrührt. Anschließend werden die Kräuter, Kapern und Cornichons fein gehackt und untergemischt. Der Zitronensaft verfeinert die Sauce und gibt ihr eine leichte Säure, die den Geschmack intensiviert. Schließlich wird mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer nach Geschmack abgeschmeckt.

Die Konsistenz der Remoulade hängt stark davon ab, wie viele Cornichons und Kräuter eingesetzt werden. Je mehr Gurken und Kräuter verwendet werden, umso stückiger und frischer wird die Sauce. Ein weiterer Vorteil der selbstgemachten Remoulade ist, dass man die Zutaten individuell anpassen kann, um den eigenen Geschmack oder die Kombination mit dem Gericht zu optimieren.

Remoulade als Begleitersatz für Backfisch

Eine der bekanntesten Kombinationen ist Backfisch mit Remoulade. Der leichte Geschmack und die cremige Konsistenz der Sauce ergänzen das knusprige, fettige Fischfilet perfekt. Im Rezept von Léa Linster wird Backfisch in Bierteig gelegt und in heißem neutralen Öl gebraten. Dazu wird eine cremige, selbstgemachte Remoulade serviert, die nicht nur den Geschmack des Fisches unterstreicht, sondern auch das Gericht optisch ansprechend macht.

Für die Sauce werden die folgenden Zutaten verwendet:

  • 250 g Mayonnaise
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 80 g Cornichons
  • 50 g Schalotten
  • 10 g Kapern
  • 7 g Schnittlauch
  • 2 hartgekochte Eier
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zubereitung ist in nur 25 Minuten abgeschlossen. Die Zutaten werden gewürfelt, gehackt und miteinander vermengt. Ein besonderer Clou ist die Zugabe von hartgekochten Eiern, die die Sauce noch cremiger und nahrhafter machen. Dieses Rezept ist besonders bei Familienessen, Picknicks oder Grillpartys beliebt, da es schnell zubereitet und vielseitig einsetzbar ist.

Verwendung in anderen Gerichten

Obwohl die Remoulade oft mit Fisch assoziiert wird, eignet sie sich auch hervorragend zu anderen Gerichten. So können Frikadellen, Hähnchenschnitzel oder auch vegane Alternativen wie Tofu-Schnitzel mit Remoulade serviert werden. Als Dip ist die Sauce ideal zu Ofenkartoffeln, Pommes, Gemüsesticks oder Salaten. Sie kann auch als Sandwichsauce verwendet werden, um beispielsweise Fischbrötchen, Burger oder Hot Dogs aufzupeppen.

Ein weiterer Vorteil der Remoulade ist, dass sie sich leicht variieren lässt. Wer mehr Schärfe mag, kann zusätzlichen Cayennepfeffer oder Senf hinzufügen. Wer lieber eine mildere Sauce hat, kann die Menge an Schalotten oder Kapern reduzieren. Für eine vegetarische oder vegane Variante können Eier weggelassen oder durch Leinmehl ersetzt werden. Der griechische Joghurt kann ebenfalls durch eine vegane Joghurtalternative ersetzt werden.

Remoulade als Marinade oder Brotaufstrich

Ein weniger bekannter, aber dennoch praktischer Einsatzzweck der Remoulade ist ihre Verwendung als Marinade. Obwohl die Sauce nicht direkt auf das Grillgut bleibt, kann sie dem Fleisch vor dem Grillen Aroma verleihen und es zarter machen. Dazu wird die Remoulade mit etwas Öl und zusätzlichen Gewürzen vermischt und das Fleisch mindestens zwei Stunden darin ziehen gelassen. Vor dem Grillen wird die Marinade jedoch entfernt, da die Kräuter sonst verbrennen könnten. Nach dem Grillen kann die Sauce erneut aufgetragen werden, um den Geschmack zu intensivieren.

Als Brotaufstrich ist die Remoulade ebenfalls vielseitig einsetzbar. Sie kann auf Brot, Brötchen oder Sandwiches aufgetragen werden und passt besonders gut zu Fisch, Geflügel oder vegetarischen Gerichten. In der dänischen Tradition wird die Remoulade oft mit Schalotten, Petersilie und Senf angereichert, um eine cremige, würzige Sauce zu erhalten, die sich ideal auf Brot serviert.

Tipps zur Zubereitung und Lagerung

Um die Remoulade optimal zuzubereiten, gibt es einige wichtige Tipps. Erstens ist es wichtig, die Kräuter, Gürkchen und Kapern nicht mit einem Mixer oder Stabmixer zu pürieren, sondern sie fein zu hacken. Pürierte Zutaten machen die Sauce zu homogen, während gehackte Zutaten die Textur und das Aroma bewahren. Zweitens sollte die Mayonnaise nicht mit Salatmayonnaise ersetzt werden, da diese oft mehr Wasser und Füllstoffe enthält, was die Konsistenz beeinflusst.

Die Remoulade sollte nach der Zubereitung in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie hält sich dort etwa eine Woche lang. Bei längerer Lagerung kann die Sauce jedoch etwas auseinandergehen, weshalb sie vor dem Servieren erneut gut verrührt werden sollte. Wer die Sauce länger aufbewahren möchte, kann sie auch einfrieren, wobei die Konsistenz nach dem Auftauen leicht verändert sein kann.

Anpassung an individuelle Geschmackssinne

Ein weiterer Vorteil der selbstgemachten Remoulade ist, dass sie sich individuell anpassen lässt. Wer beispielsweise mehr Säure mag, kann etwas mehr Zitronensaft oder Essig hinzufügen. Für mehr Schärfe eignet sich Cayennepfeffer, Senf oder scharfe Kapern. Wer lieber eine mildere Sauce hat, kann die Menge an Schalotten oder Kapern reduzieren oder ganz weglassen.

Für eine vegetarische oder vegane Variante können Eier weggelassen oder durch Leinmehl ersetzt werden. Der griechische Joghurt kann durch eine vegane Joghurtalternative ersetzt werden. Auch können zusätzliche Kräuter wie Estragon oder Dill hinzugefügt werden, um die Aromenvielfalt zu erhöhen. Für eine cremigere Konsistenz kann etwas mehr Joghurt oder Mayonnaise hinzugefügt werden.

Fazit

Die selbstgemachte Remoulade ist eine vielseitige, cremige Sauce, die sich ideal zu Fischgerichten, aber auch zu Fleisch, Geflügel oder als Dip und Dressing eignet. Sie ist einfach zuzubereiten, lässt sich individuell anpassen und hat im Vergleich zu Fertigprodukten aus dem Supermarkt eine viel bessere Geschmackskomponente. Mit frischen Zutaten wie Mayonnaise, griechischem Joghurt, Gürkchen, Kapern, Kräutern und Gewürzen kann man eine cremige, aromatische Sauce kreieren, die sich perfekt zu gebratenem Fisch, Backfisch oder anderen Gerichten passt.

Durch die Flexibilität der Rezepturen und die Möglichkeit der Anpassung an individuelle Vorlieben ist die Remoulade ein unverzichtbares Element in der Küche. Ob für Familienessen, Picknicks oder Grillpartys – die selbstgemachte Remoulade ist immer ein Garant für Geschmack und Vielfalt.

Quellen

  1. Remoulade einfach selbst machen
  2. Remoulade-Rezept
  3. Remoulade selbst machen mit Mayonnaise
  4. Backfisch mit selbstgemachter Remouladensauce

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