Rezept: Geschmorte Hirschbraten – Klassisch mit Rotweinmarinade

Der geschmorte Hirschbraten ist ein kulinarischer Klassiker, der besonders in den Herbst- und Wintermonaten auf den Tisch kommt. Er vereint die rustikale Eleganz von Wild mit der Wärme und Aromatik einer sorgfältig zubereiteten Soße. In den bereitgestellten Quellen wird detailliert beschrieben, wie ein Hirschbraten mit Rotweinmarinade vorbereitet, gebraten und geschmort wird. Neben der Grundzubereitung werden auch Varianten, Beilagen und Tipps zur perfekten Garzeit gegeben.

In diesem Artikel werden die zentralen Aspekte des Rezepts beschrieben: die Marinade, die richtige Einlegung, die Brattechnik, die Garzeit, die Schmorung sowie passende Beilagen. Alle Informationen basieren auf den Quellen, die im Abschnitt „Quellen“ am Ende des Artikels aufgelistet sind.

Vorbereitung und Einlegung

Ein Hirschbraten sollte aufgrund seiner geringen Fettmenge gut eingelagert und vor dem Braten gewürzt werden. In den Quellen wird wiederholt betont, dass eine Marinade unerlässlich ist, um das Fleisch vor dem Braten zu schonen und Geschmack zu verleihen. Die Marinade dient nicht nur der Aromatisierung, sondern auch der Vermeidung von Austrocknen während der Garzeit.

Zutaten für die Marinade

Die Marinade besteht aus:

  • 750 ml Rotwein
  • 1 Petersilienwurzel
  • 200 g Sellerieknolle
  • 2 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ Teelöffel Majoran
  • 3 Esslöffel Öl
  • 1 Teelöffel Zitronenschale
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung der Marinade

  1. Die Zwiebel, Möhren, Petersilienwurzel und Sellerie schälen und grob würfeln.
  2. In einen Topf geben und mit Rotwein, Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Majoran und Zitronenschale füllen.
  3. Die Marinade bei mittlerer Hitze 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  4. Danach das Hirschfleisch unter kaltem Wasser abspülen, mit Haushaltspapier trocken tupfen und in die Marinade legen.
  5. Das Fleisch 2 Tage marinieren lassen, wobei es mehrmals gewendet werden sollte.
  6. Gleichzeitig kann der Speck in den Kühlschrank gelegt werden, um ihn später auf das Fleisch aufzulegen oder zu spicken.

Tipps zur Einlegung

  • Die Einlegung sollte in den Kühlschrank erfolgen, um die Haltbarkeit des Fleischs zu gewährleisten.
  • Einige Quellen erwähnen, dass der Hirschbraten auch in eine Beize gelegt werden kann. Hierbei werden Zwiebeln, Nelken, Lorbeerblatt, Knoblauch, Thymian, Wacholderbeeren und Pfeffer in die Beize gelegt. Das Fleisch wird dann 2–4 Tage marinieren.
  • Alternativ kann man auch einfach Salz, Pfeffer und Wildgewürz direkt auf das Fleisch streuen.

Brat- und Schmortechnik

Nach der Einlegung folgt die eigentliche Zubereitung des Hirschbratens. Im Folgenden werden die Schritte detailliert beschrieben.

Vorbereitung des Bratens

  1. Das Hirschfleisch aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen.
  2. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Alternativ kann das Fleisch mit Wildgewürz und Estragonsenf bestreichen.
  4. Den fetten Speck in 5 cm lange und 1 cm breite Streifen schneiden.
  5. Den Speck entweder mit einer Spicknadel auf das Fleisch stecken oder auflegen.
  6. Butterschmalz im Bräter erhitzen und das Hirschfleisch rundum anbraten.
  7. Mit ca. 100 ml Marinade ablöschen.
  8. Den Wildfond zugeben und alles abgedeckt in den Ofen schieben.

Garzeit und Temperatur

Die Garzeit hängt stark von der Größe des Bratens ab. In den Quellen wird empfohlen, ein Bratthermometer zu verwenden, um den Garpunkt zu überwachen. Die empfohlenen Kerntemperaturen sind:

  • In der Mitte noch rosa: 60 °C
  • Vollständig durchgegart: 70 °C

Schmorung im Ofen

Der Braten wird in der Regel im Ofen geschmort. Die Schmorzeit beträgt etwa 90 Minuten bei 160 °C Umluft oder 180 °C Ober-/Unterhitze. Während der Schmorung sollte der Braten immer wieder mit der Marinade und dem restlichen Wildfond übergossen werden.

Soßenherstellung

Nachdem der Braten aus dem Ofen genommen wurde, kann die Soße hergestellt werden:

  1. Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf gießen und beiseite stellen.
  2. Den Braten auf eine Platte legen und warm halten.
  3. Die Soße durchkochen lassen und nach Wunsch mit Speisestärke binden.
  4. Für eine feine Konsistenz kann man eine fein geriebene Kartoffel hinzufügen.
  5. Alternativ kann man die Soße mit Preiselbeergelee, Orangensaft oder Waldbeeren-Konfitüre veredeln.

Variante: Hirschbraten im Römertopf

Ein weiterer Vorschlag für die Zubereitung ist der Hirschbraten im Römertopf. Hierbei werden die Schritte analog zum Ofenbraten durchgeführt, wobei der Römertopf für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt. Der Braten wird mit Gemüse, Gewürzen und Soße gefüllt und dann abgedeckt im Ofen gebraten.

Beilagen zum Hirschbraten

Die Beilagen sind ein entscheidender Bestandteil des Gerichts. Sie sorgen nicht nur für eine ausgewogene Ernährung, sondern auch für Aromatische Ergänzungen. Im Folgenden werden einige passende Beilagen vorgestellt.

1. Serviettenknödel

Die Serviettenknödel sind eine traditionelle Beilage zum Hirschbraten. Sie bestehen aus Toastbrot, Eiern, Sauerrahm, Milch, Salz, Muskatnuss und Butter. Die Zutaten werden zu einer homogenen Masse verarbeitet, zu Serviettenknödeln geformt und im Salzwasser gekocht.

Zutaten:

  • 350 g Toastbrot
  • 3 Eier
  • 4 EL Sauerrahm
  • 150 ml Milch
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 2 EL Butter

Zubereitung:

  1. Toastbrot in Würfel schneiden.
  2. In einer Pfanne Butter aufschäumen lassen und bräunen.
  3. Eier, Sauerrahm, Milch, Salz und Muskatnuss zum Toastbrot geben und gut vermischen.
  4. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen.
  5. Zu Serviettenknödeln formen und im Salzwasser kochen.

2. Maronenknödel

Eine weitere Option sind Maronenknödel, die ebenfalls aus Toastbrot und Maronen bestehen. Sie werden mit Milch, Eiern und Butter zu einer Masse verarbeitet und dann zu Knödeln geformt.

3. Gewürzkohl

Gewürzkohl ist eine weitere klassische Beilage. Er besteht aus Rotkohl, Äpfeln, Zwiebeln, Orangensaft, Apfelessig, Zucker, Nelken, Zimt, Lorbeerblättern und Anis. Der Kohl wird in Streifen geschnitten und im Ofen oder auf dem Herd gegart.

4. Knödel-Soufflé

Ein weiteres Rezept für eine leichte Beilage ist das Knödel-Soufflé. Es besteht aus Semmelbrot, Milch, Eiern, Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Zutaten:

  • 500 g Semmelbrot
  • 500 ml heißer Milch
  • 5 Eier
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Semmelbrot mit heißer Milch vermischen.
  2. Eier, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zugeben und alles gut vermischen.
  3. Die Masse 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Zu Knödeln formen und im Salzwasser kochen.

Tipps zur Speicherung und Saison

Hirschbraten kann in der Saison frisch gekauft werden, wobei die Schonzeit für Hirsche von Februar bis Juli beträgt. In dieser Zeit ist das Jagen gesetzlich geregelt. Außen der Saison kann Hirschbraten gefroren im Supermarkt erworben werden. Für die Einlegung und Schonung im Kühlschrank oder Keller ist es wichtig, dass das Fleisch gut verpackt wird, um Austrocknen zu vermeiden.

Schlussfolgerung

Der geschmorte Hirschbraten mit Rotweinmarinade ist ein traditionelles Gericht, das mit sorgfältiger Zubereitung zu einem kulinarischen Highlight wird. Die Einlegung des Fleischs in der Marinade sorgt nicht nur für Geschmack, sondern auch für die richtige Feuchtigkeit während der Garzeit. Die Schmorung im Ofen oder im Römertopf verleiht dem Braten eine weiche, zarte Konsistenz. Passende Beilagen wie Serviettenknödel, Gewürzkohl oder Maronenknödel runden das Gericht ab und ergänzen das Aroma des Bratens. Mit den richtigen Techniken und Zutaten kann der Hirschbraten zu einem festlichen Gericht werden, das in der kalten Jahreszeit auf keinen Tisch fehlen sollte.

Quellen

  1. Oma-kocht.de: Hirschbraten – Oma legt ihn in eine Marinade
  2. Selgros.de: Rezept Hirschbraten mit Glühweinsauce
  3. Gaggenau.com: Geschmorte Hirschbraten mit Serviettenknödeln
  4. Austria.info: Geschmorte Hirschbraten mit Serviettenknoedeln
  5. Thomas Sixt: Rezept Hirschbraten

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