Das Originalrezept der Dresdner Eierschecke – Traditionelle Zubereitungsweisen und Tipps zum Backen

Die Dresdner Eierschecke zählt zu den Klassikern der deutschen Kuchentradition und genießt bis heute eine große Beliebtheit. Insbesondere die Version mit Hefeteigboden, die in Dresden und Umgebung als „Original“ gelten, ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Regionalküche. Doch auch variantenreiche Anpassungen wie die Eierschecke ohne Boden, die im Osten Deutschlands populär ist, haben sich als köstliche Alternativen etabliert. Die Rezepte und Tipps dazu sind in verschiedenen Quellen dokumentiert, darunter auch das Rezept des berühmten Friedhofsbäckers Walther aus Pirna, das in einer Fernsehsendung des WDR öffentlich gemacht wurde.

In diesem Artikel wird das traditionelle Rezept der Eierschecke, insbesondere das von Bäckermeister Walther, vorgestellt. Zudem werden alternative Varianten wie die Eierschecke ohne Boden, die bei vielen Haushalten im Osten Deutschlands auf dem Tisch steht, behandelt. Neben der Zubereitung werden auch Tipps zur Haltbarkeit, zum Einfrieren und zur optimalen Backtechnik gegeben. Alle Informationen basieren auf den im Quelltext bereitgestellten Rezepten und Empfehlungen.

Das Originalrezept der Dresdner Eigerschecke – Bäckermeister Walther

Im Jahr 2012 war Bäckermeister Walther aus Pirna in einer WDR-Fernsehsendung zu Gast und teilte sein streng gehütetes Rezept der Dresdner Eierschecke. Das Rezept, das für zwei Springformen berechnet war, wurde in der Sendung „Wunderschön! Der Elberadweg – Von der Sächsischen Schweiz nach Dresden“ gezeigt und von der Moderatorin Ilse Bähnert (Tom Pauls) begleitet. Die Eierschecke des Bäckers ist nach Angaben des Senders eine der besten im Elbtal und gilt unter Kenner als „Hammerschecke“.

Die Rezeptzutaten für eine Springform wurden für den privaten Gebrauch angepasst, sodass sie für die Herstellung einer Eierschecke im Haushalt verwendet werden konnten. Die ursprüngliche Rezeptbeschreibung war für Profis gedacht, was zu einigen Anpassungen in der Zubereitungsbeschreibung führte. Die Zutaten blieben jedoch identisch. Eine ausführliche Anleitung zur Zubereitung und einige Tipps zur Backtechnik wurden hinzugefügt, um den Rezeptnachbau für Hobbybäcker zu erleichtern.

Zutaten für eine Springform

Für die Herstellung der Dresdner Eierschecke nach dem Rezept von Bäckermeister Walther werden folgende Zutaten benötigt:

Hefeteigboden: - 500 g Mehl - 100 g Zucker - 1 Päckchen Hefe (ca. 12 g) - 250 ml warmes Wasser - 1 Eigelb - 1 Prise Salz - 100 g Butter, weich

Quarkmasse: - 750 g Quark - 120 g Zucker - 2 Eier - 1 Päckchen Vanillepuddingpulver - 1 Prise Salz

Puddingmasse: - 4 Eier - 150 g Zucker - 375 ml Milch - 1 Päckchen Vanillepuddingpulver - 70 g Butter

Zusatz: - 1 Handvoll Rosinen (optional)

Zubereitung

Hefeteigboden:

  1. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Hefe und Salz vermengen.
  2. Warmes Wasser und Eigelb hinzufügen und alles mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Schuss Wasser benetzen und für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen Kreis (maximal 2 mm dick) ausrollen.
  5. Den Teig in eine gefettete Springform legen und die Ränder hochziehen. Überschüssigen Teig abschneiden und die Form mit dem Teigranden auskleiden.
  6. Den Teig für 10–15 Minuten in den vorgeheizten Ofen (180 °C) backen.

Quarkmasse:

  1. Quark, Zucker, Eier, Vanillepuddingpulver und Salz in einer Schüssel gut verrühren. Es sollten keine Klümpchen entstehen.
  2. Die Masse in die vorab gebackene Springform geben und glatt streichen.
  3. Optional Rosinen darauf streuen.

Puddingmasse:

  1. Eier, Zucker, Milch, Vanillepuddingpulver und Butter in eine Schüssel geben.
  2. Alles mit einem Schneebesen oder Rührgerät gut schaumig rühren.
  3. Die Puddingmasse vorsichtig über die Quarkmasse schichten.
  4. Den Kuchen in den Ofen schieben und bei 180 °C ca. 50–60 Minuten backen. Bei Bedarf mit Alufolie abdecken, um übermäßige Bräunung zu vermeiden.

Abkühlung:

  1. Nach dem Backen den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.
  2. Anschließend für mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. Vor dem Servieren den Kuchen mit Frischhaltefolie abdecken.

Die Eierschecke ist dann servierbereit und kann in Stücke geschnitten werden.

Eierschecke ohne Boden – Das DDR-Rezept

Eine weitere, beliebte Variante der Eierschecke ist die Version ohne Boden. Sie stammt aus der DDR-Zeit und wird heute oft in Familienkreisen weitergegeben. Im Gegensatz zur Dresdner Eierschecke entfällt der Hefeteigboden, wodurch sich die Zubereitung vereinfacht und die Konsistenz des Kuchens cremiger ausfällt.

Die Zutaten für die Eierschecke ohne Boden sind:

Quarkmasse: - 750 g Quark - 120 g Zucker - 2 Eier - 1 Päckchen Vanillepuddingpulver - 1 Prise Salz

Puddingmasse: - 4 Eier - 150 g Zucker - 375 ml Milch - 1 Päckchen Vanillepuddingpulver - 70 g Butter

Zubereitung

  1. Die Springform fetten und den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Quark, Zucker, Eier, Vanillepuddingpulver und Salz in eine Schüssel geben und gut verrühren. Klümpchen sollten nicht entstehen.
  3. Die Quarkmasse in die Springform geben und glatt streichen.
  4. In eine zweite Schüssel die Eier, Zucker, Milch, Vanillepuddingpulver und Butter geben und gut schaumig rühren.
  5. Die Puddingmasse vorsichtig über die Quarkmasse schichten.
  6. Den Kuchen in den Ofen schieben und bei 180 °C ca. 50–60 Minuten backen. Bei Bedarf mit Alufolie abdecken.
  7. Nach dem Backen den Kuchen abkühlen lassen und für mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die Eierschecke ohne Boden ist luftdicht verpackt und gut gekühlt ca. 3–4 Tage haltbar. Sie kann auch in Dosen abgefüllt und im Kühlschrank gelagert werden. Wer möchte, kann sie auch einfrieren, wobei sie sich idealerweise vorher vollständig abgekühlt haben muss. Gefroren hält sich der Kuchen ca. 3–4 Monate und sollte langsam über Nacht aufgetaut werden.

Tipps zum Backen der Eierschecke

Die Zubereitung der Eierschecke erfordert etwas Vorbereitung und Sorgfalt, um die optimale Konsistenz und Textur zu erzielen. Einige Tipps aus den bereitgestellten Rezepten und Empfehlungen sind besonders hilfreich:

  1. Backzeit und Temperatur: Die Backzeit und Temperatur können je nach Ofen, Springform und Backblech variieren. Es ist wichtig, den Kuchen während des Backvorgangs zu beobachten und gegebenenfalls mit Alufolie abzudecken, um eine übermäßige Bräunung zu vermeiden.

  2. Schichtaufbau: Die Puddingmasse sollte gut schaumig gerührt werden, da dies die luftige Konsistenz der Eierschecke unterstützt. Bei der Verwendung von Eierschneebeteig ist darauf zu achten, dass die Eierweiße nicht verloren geht, da sie den Kuchen stabilisiert.

  3. Abkühlung: Nach dem Backen ist es wichtig, dass die Eierschecke vollständig abkühlt und im Kühlschrank durchzieht. Nur so entsteht die typische cremige Konsistenz.

  4. Rosinen: Wer Rosinen in die Eierschecke möchte, kann eine Handvoll (nicht eingeweicht) auf die Quarkmasse streuen. Sie sollten gut vereinzelt sein, um die Masse nicht zu stark zu durchsetzen.

  5. Backform: Die Verwendung einer gut gefetteten Springform ist wichtig, um den Kuchen leichter aus der Form zu lösen. Bei der Anpassung von Mengen, z. B. bei der Umrechnung von Springform in Backblech, ist auf die Flächenverhältnisse zu achten.

  6. Temperaturwechsel: Bei plötzlichem Temperaturwechsel, z. B. wenn der Kuchen direkt nach dem Backen aus dem Ofen genommen wird, kann er sich zusammenziehen. Um dies zu vermeiden, kann der Kuchen nach dem Backen für einige Stunden im ausgeschalteten Ofen stehen bleiben.

  7. Haltbarkeit: Die Eierschecke ist luftdicht verpackt ca. 4–6 Tage im Kühlschrank haltbar. Sie kann auch in Dosen abgefüllt und gekühlt gelagert werden. Ebenso ist das Einfrieren möglich, wobei die Konsistenz nach dem Auftauen etwas anders ausfallen kann.

Eierschecken-Varianten

Es gibt zahlreiche Varianten der Eierschecke, die je nach Region und Geschmack variieren. Einige davon sind:

  • Eierschecke mit Mürbeteigboden: Ein weicher, butterreicher Boden, der die cremige Konsistenz der Eierschecke betont.
  • Eierschecke mit Hefeteigboden: Der traditionelle Dresdner Boden, der für eine leichte, luftige Textur sorgt.
  • Eierschecke als Blechkuchen: Eine einfachere Variante, die ohne Springform gebacken wird.
  • Eierschecke mit Schokoladenüberzug: Ein moderner Geschmackssinn, der dem Kuchen eine süße Note verleiht.
  • Eierschecke mit Streuseln: Ein Hauch von Kekse über dem Kuchen, der die Textur verfeinert.

Jede dieser Varianten hat ihre eigenen Besonderheiten und kann je nach Vorliebe und Anlass gewählt werden. Die Rezepte für diese Kuchenvarianten können in einigen Quellen nachgelesen und nachgebacken werden.

Schlussfolgerung

Die Dresdner Eierschecke ist ein Klassiker der deutschen Kuchenkunst, der sowohl in seiner traditionellen Form als auch in modernen Varianten eine besondere Stellung einnimmt. Insbesondere das Rezept des Bäckermeisters Walther aus Pirna, das in einer WDR-Sendung öffentlich gemacht wurde, hat sich als besonders lecker erwiesen. Die Zubereitung, ob mit oder ohne Boden, erfordert etwas Vorbereitung und Sorgfalt, lohnt sich aber in der Konsistenz und Geschmack des Endprodukts.

Neben dem Originalrezept gibt es auch alternative Versionen wie die Eierschecke ohne Boden, die in Familienkreisen aus der DDR-Zeit weitergegeben wird. Diese ist einfacher und schneller herzustellen und bietet trotzdem eine cremige Konsistenz. Tipps zur Haltbarkeit, zum Einfrieren und zur optimalen Backtechnik sind ebenfalls von Bedeutung, um die Eierschecke in bester Qualität zu genießen.

Mit den bereitgestellten Rezepten und Empfehlungen ist es möglich, die Dresdner Eierschecke im privaten Haushalt nachzubacken und so die Tradition des Kuchens zu bewahren.

Quellen

  1. Original Eierschecke Rezept von Bäckermeister Walther aus Pirna
  2. Eierschecke-Rezept von Maltes Kitchen
  3. Eierschecke ohne Boden nach DDR-Rezept

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