Die Scones gehören zu den ikonischen Köstlichkeiten der britischen Teekultur und sind ein fester Bestandteil des traditionellen Afternoon Tea. Diese leichte, fluffige Brötchenart wird in England meist mit Clotted Cream und Orangenmarmelade serviert und genießt eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Im Folgenden wird ein Originalrezept für englische Scones vorgestellt, verbunden mit kulinarischen Tipps, Hintergrundinformationen und Empfehlungen zur Zubereitung.
Ursprung und Entwicklung der Scones
Die Geschichte der Scones reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Laut Webster’s Dictionary gab es sie damals bereits in Schottland, wo sie aus Hafermehl in der Pfanne zubereitet wurden. Erst mit der Erfindung von Backpulver und Self Raising Flour im 19. Jahrhundert bekamen die Scones ihre heutige Form. Der Durchbruch kam jedoch mit Lady Anna Maria Stanhope, der Herzogin von Bedford, die um 1840 die Idee hatte, am Nachmittag zwischen Mittag- und Abendessen Tee mit Gebäck und Butter zu servieren. Dies wurde bald zur beliebten Tradition des Afternoon Tea und verbreitete sich über die britische Oberschicht bis in die breite Bevölkerung.
Scones sind also nicht nur ein Symbol der britischen Teezeit, sondern auch ein lebendiges Stück Kulturgeschichte, das bis heute bewahrt und genossen wird. Die klassischen Scones, die heute zum Cream Tea serviert werden, sind meist neutral im Geschmack, wobei es süße und pikante Varianten gibt.
Rezept für original englische Scones
Das folgende Rezept basiert auf den Anweisungen, die in den Quellen erwähnt werden, insbesondere auf dem Rezept des TV-Kochs Valentine Warner. Es ist ein klassisches Rezept, das zu Hause mit einfachen Zutaten und einigen Tipps erfolgreich nachgebacken werden kann.
Zutaten für 8–10 Scones:
- 250 g Weizenmehl
- 1 EL Zucker
- 1 TL Backpulver
- 50 g kalte Butter, in kleine Stücke geschnitten
- 1 Ei
- 120 ml Milch
- etwas Salz
Zubereitung:
- Ofen vorheizen: Den Ofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Teig vorbereiten: In einer Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und vorsichtig unterheben, bis eine sandartige Konsistenz entsteht.
- Ei einarbeiten: Das Ei unterheben, bis sich die Zutaten zusammenbinden. Anschließend langsam die Milch unterheben, bis ein weicher Teig entsteht. Der Teig sollte nicht zu fest sein, aber nicht zu flüssig.
- Teig formen: Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz kneten, aber nicht überarbeiten, um die Luftbläschen nicht zu zerstören. Den Teig zu einem Kreis von etwa 3 cm Dicke formen.
- Scones ausstechen: Mit einem runden Ausstecher (ca. 6–7 cm Durchmesser) kreisförmige Scones ausstechen.
- Backen: Die Scones auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 10–12 Minuten backen, bis sie goldbraun gebacken sind.
- Abkühlen lassen: Die Scones auf ein Kuchengitter legen, damit sie vollständig abkühlen können, bevor sie serviert werden.
Tipp: Die Butter sollte stets kalt sein, da sie bei der Zugabe der Milch nicht zu warm werden darf. Wird die Butter zu warm, verliert der Teig seine lockere Konsistenz und die Scones werden dicht statt fluffig.
Scones – süß oder pikant?
Ein weiteres spannendes Detail aus den Quellen ist die Tatsache, dass Scones sowohl in süßer als auch in pikanter Form existieren. Die süße Variante wird oft mit Rosinen oder Früchten angereichert, während die pikante Variante meist mit Käse veredelt wird.
Süße Scones:
- Rosinen-Scones: Die klassische Variante, die häufig zum Afternoon Tea serviert wird.
- Frucht-Scones: Mit getrockneten Früchten wie getrocknete Aprikosen, Cranberries oder Pflaumen angereichert.
Wichtig: Laut einer der Quellen ist die Rosinen-Variante nicht unbedingt Teil des klassischen Cream Tea. Dieses Detail ist aus den Quellen nicht eindeutig belegt, aber es wird erwähnt, dass viele Briten den klassischen Scone bevorzugen, ohne zusätzliche Geschmacksrichtungen.
Pikante Scones:
- Käse-Scones: Meist mit Cheddar oder anderen Hartkäse-Sorten angereichert.
- Bärlauch-Scones: Eine moderne Variante mit Bärlauch, Schafskäse oder anderen Aromen.
Tipp: Bei pikanten Scones sollte darauf geachtet werden, dass die Zutaten gut in den Teig eingearbeitet werden, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.
Scones servieren – Clotted Cream und Orangenmarmelade
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der traditionellen Scones-Zubereitung ist die richtige Servierung mit Clotted Cream und Orangenmarmelade. Diese Kombination verleiht dem Scone seine besondere Geschmackskomponente und macht ihn zum unverzichtbaren Teil des Cream Teas.
Clotted Cream:
Clotted Cream ist eine dichte, gebackene Sahne, die in Cornwall und Devon hergestellt wird. Sie hat eine cremige Konsistenz und einen leichten Milchgeschmack. Ein eigenes Rezept für Clotted Cream ist ebenfalls in den Quellen erwähnt und kann mit einfachen Zutaten wie Sahne, Zucker und Eiweiß hergestellt werden.
Tipp: Die Clotted Cream sollte vor dem Servieren nicht zu stark gekühlt sein, damit sie sich gut auf den Scones verteilen lässt.
Orangenmarmelade:
Die Orangenmarmelade, die mit der Clotted Cream kombiniert wird, ist eine weitere kulinarische Spezialität, die die Scones optisch und geschmacklich abrundet. Sie wird oft selbstgemacht und hat einen milden, süßen Geschmack.
Vorteile und Tipps zur Zubereitung
Vorteile:
- Einfach zu backen: Mit wenigen Zutaten und einfachen Schritten ist die Zubereitung schnell und unkompliziert.
- Vielgestaltig: Durch die verschiedenen Aromen und Geschmacksrichtungen lassen sich Scones individuell anpassen.
- Kulturell bedeutungsvoll: Sie sind ein fester Bestandteil der britischen Teekultur und symbolisieren den Lebensstil, der mit Ruhe und Genuss verbunden ist.
Tipps zur Zubereitung:
- Butter kalt lassen: Eine kalte Butter ist entscheidend für die lockere Konsistenz des Teigs.
- Nicht überarbeiten: Der Teig sollte kurz geknetet werden, um die Luftbläschen nicht zu zerstören.
- Backzeit überwachen: Je nach Ofen kann die Backzeit variieren. Die Scones sind fertig, sobald sie goldbraun gebacken sind und leicht springen, wenn man sie mit dem Finger anstößt.
Scones in der heutigen Zeit – Backmischungen und moderne Varianten
Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Scones schnell und bequem zu backen. In vielen Geschäften und Online-Shops, wie z. B. auf england.de, sind fertige Backmischungen für Scones erhältlich. Diese eignen sich besonders gut für Menschen, die wenig Zeit haben oder keine Erfahrung mit Backen haben. Die Mischungen enthalten alle nötigen Zutaten und müssen nur mit Milch und Ei vermengt werden.
Beispiele: Green’s Scone Mix, English Teatime Set, The National Trust Book of Scones – alle diese Produkte sind in den Quellen erwähnt und können als hilfreiche Alternativen verwendet werden.
Zudem gibt es mittlerweile auch moderne und experimentelle Rezepte, die Scones in neue Richtungen lenken. So gibt es Scones mit Bärlauch, Schafskäse, oder auch mit veganen Zutaten, die traditionelle Rezepte anpassen.
Schlussfolgerung
Die englischen Scones sind mehr als nur ein Gebäck – sie sind ein Symbol der britischen Teekultur und tragen eine lange Tradition in sich. Mit einfachen Zutaten und ein paar Tipps können sie zu Hause problemlos nachgebacken werden. Ob süß oder pikant, mit Clotted Cream oder einfach mit Butter – die Scones sind eine kulinarische Leckerei, die nicht nur in England, sondern auch international beliebt geworden ist.
Durch die Verbindung von Tradition und Innovation haben sich Scones in der heutigen Zeit weiterentwickelt und bieten nun eine Vielzahl von Möglichkeiten für individuelle Variationen. Ob man sie klassisch oder modern zubereitet, Scones bleiben eine Delikatesse, die in jedem Haushalt genossen werden kann.